UX und Designsystem für eine B2B-Prüfplattform

TYCT erhielt eine bedienbare Oberfläche für komplexe Prüfaufgaben und eine implementierte UI-Komponentenbasis. Die Entwicklung konnte darauf aufbauen und wiederkehrende Elemente für weitere Abläufe übernehmen.

Meine Rolle
Projekt- & Design Lead · userdoo
Mein Beitrag
UX/UI, Informationsarchitektur & Designsystem
Produkt
Prüfung & Monitoring von Personaldienstleistern
TYCT-Unternehmensprofil auf einem Laptop vor einem warmen orangefarbenen Hintergrund: Prüfstatus, Nachweise und zeitlicher Verlauf
Unternehmensprofil mit Prüfstatus und Nachweisen. Produkt-Mockup aus der ursprünglichen userdoo-Case-Study, mit Beispieldaten.

Fachliche Prüfungen in eine bedienbare Anwendung übersetzen

Situation

TYCT war neu gegründet und brauchte zunächst einen Prototyp für den Hauptflow. Logo und Farben waren vorhanden, eine Produktoberfläche noch nicht. Mit dem späteren Ausbau kamen unterschiedliche Prüfquellen, Monitoring und Gruppenstrukturen hinzu.

Tätigkeit und Verantwortung

Ich führte Projekt und Design auf userdoo-Seite, stimmte mich mit dem Kundenteam und der Entwicklung ab und gestaltete gemeinsam mit meinem Team. Wir sollten die fachlich komplexen Prüfaufgaben in nachvollziehbare Abläufe und eine wiederverwendbare UI übersetzen.

Ansatz

Zuerst machten wir die visuelle Richtung mit einem Stylescape besprechbar. Darauf folgten Wireframes, Prototypen und ausgearbeitete Screens. In der Weiterentwicklung arbeiteten wir vollständige Flows und Zustände aus: Ein vorhandenes Dokument bedeutet nicht automatisch laufendes Monitoring, fehlende Angaben sind kein negativer Befund. Diese Unterschiede führten wir in Statusdarstellung, Hinweisen und Komponenten fort.

Resultat

Das Entwicklungsteam erhielt ausgearbeitete Flows, UI und implementierte Storybook-Komponenten. Diese konnten an das Backend angebunden und für den Ausbau des Portals verwendet werden.

01 Die Nutzeraufgabe

Dienstleister finden
und Informationen einordnen.

Von der Suche zu einer nachvollziehbaren Einschätzung und einem nächsten Schritt.

Ein Mitarbeiter auf Unternehmensseite sucht einen Personaldienstleister. Er möchte verstehen, welche Nachweise vorliegen, wie aktuell diese sind und ob er genauer hinschauen muss. Anschließend soll er den Dienstleister in seine Watchlist aufnehmen und relevante Veränderungen wiederfinden können.

Dieser Ablauf macht die zentrale Gestaltungsaufgabe deutlich: Suchergebnis, Profil, Nachweise und Hinweise müssen zusammenpassen. Die Aussage eines Status muss aus den zugehörigen Informationen verständlich werden.

  1. 01

    Finden

    Dienstleister suchen und verfügbare Prüfquellen erkennen.

  2. 02

    Einordnen

    Profil, Aktualität und zugängliche Nachweise betrachten.

  3. 03

    Merken

    Den Dienstleister zur eigenen Watchlist hinzufügen.

  4. 04

    Nachverfolgen

    Von einem Änderungshinweis zur betroffenen Information gelangen.

Ein exemplarischer Nutzerablauf als roter Faden durch das Produkt.

02 Produktaufbau · 2025

Aus Markenansätzen
eine Produktoberfläche entwickeln.

Stylescape, Wireframes, Komponenten und ausgearbeitete Screens.

Am Anfang mussten wir eine gemeinsame Vorstellung davon entwickeln, wie sich TYCT als Anwendung anfühlen sollte. Dafür erstellten wir ein Stylescape mit visuellen Ansätzen und Modulvarianten. Es machte mögliche Gestaltungsrichtungen für den Kunden greifbar.

Auf dieser Grundlage folgte die Wireframe-Arbeit. Wir strukturierten die Abläufe und Ansichten des Hauptflows und arbeiteten mit der abgestimmten Designrichtung die eigentlichen Komponenten und finalen Screens aus.

Das Designsystem wuchs mit den benötigten Elementen und Seitentypen. Der Umfang erweiterte sich über den ursprünglichen Prototyp hinaus auf weitere Bereiche der Software.

TYCT-Stylescape mit hellen und dunklen Navigationsvarianten, Formularansätzen, Dokumentenmodulen und türkisfarbener Markenfläche
Das frühe Stylescape: Anmutung, Kontraste und Modulvarianten als Grundlage für die gemeinsame Designrichtung.
Was das Team erhielt

Einen Hauptflow-Prototyp, ausgearbeitete Produktoberflächen und eine gemeinsame Gestaltungsbasis für weitere Bereiche.

03 Informationsstruktur

Nachweise strukturiert
zugänglich machen.

Vom Überblick über einen Dienstleister bis zu den einzelnen Dokumenten.

Komposition früher TYCT-Oberflächen: Übersicht mit Prüfständen, Nachweisen und Anfragen sowie eine Detailansicht auf türkisem Hintergrund
Übersicht und Detailansicht aus der frühen Produktgestaltung. Originalkomposition aus der userdoo-Case-Study mit Beispieldaten.
Dokumentansicht eines Dienstleisters mit Suche und nach Nachweisarten gegliederten Dokumentkarten
Ausschnitt der frühen Dokumentansicht: Suchzugang und nach Typ gruppierte Nachweise. Originalentwurf mit Beispieldaten.

Zu einem Dienstleister gehören unterschiedliche Informationen: Unternehmensdaten, Niederlassungen und Nachweise, etwa zur Arbeitnehmerüberlassung oder zu Versicherungen. Diese Inhalte mussten sowohl im Gesamtzusammenhang als auch einzeln auffindbar sein.

Die Dokumentansicht gliedert Nachweise nach Typ. Suche und Dokumentaktionen sind unmittelbar an dieser Aufgabe angeordnet. Die Gestaltung verbindet damit das Unternehmensprofil mit den Informationen, die für eine genauere Prüfung benötigt werden.

Die enge Zusammenarbeit mit dem TYCT-Team war dafür entscheidend. Das Team brachte tiefes Fachwissen ein. Ich half, die Anforderungen zu strukturieren und mit dem userdoo-Team in verständliche Abläufe und Oberflächen zu übersetzen.

04 Weiterentwicklung · 2026

Unterschiedliche Prüfstände
sichtbar auseinanderhalten.

Mit dem Produktumfang wuchs auch die fachliche Komplexität.

2026 arbeiteten wir an einer bereits bestehenden Anwendung. Neue Funktionen, externe Datenquellen, Dokumentenanfragen und Gruppenstrukturen waren hinzugekommen. Navigation und Informationshierarchie mussten diese Nutzungskontexte wieder zusammenführen.

Ein Dienstleister konnte in der Watchlist stehen, einer Gruppe zugeordnet sein und einzelne Nachweise besitzen. Daraus folgte noch nicht, dass er laufend überwacht wurde. Zusätzlich mussten Herkunft, Aktualität und Freigaben der Informationen erkennbar bleiben.

TYCT-Dashboard mit fünf getrennten Statuskategorien, konkreten Hinweisen auf betroffene Dienstleister und neutralen Gruppenflächen
Weiterentwicklung 2026: konkrete Hinweise und differenzierte Prüfstände. Figma-Entwurf mit Beispieldaten.

Nachweise & Monitoring

Ein Dokument beschreibt
einen Teil des Bildes.

Die Oberfläche unterscheidet verfügbare Nachweise vom laufenden Monitoring eines Dienstleisters.

Unbekannt & kritisch

Fehlende Angaben
haben eine eigene Bedeutung.

Ohne Daten lässt sich keine negative Bewertung begründen. Dieser Zustand bleibt von einer Warnung getrennt.

Quelle & Aktualität

Der Status braucht
seinen Kontext.

Herkunft, Prüfbezug und Zeitpunkt helfen dabei, die Aussage einer Information einzuordnen.

Unsere Arbeitsweise

Vollständige Abläufe machten das Fachmodell besprechbar.

Mit realistischen Beispielen, Screen-Flows und interaktiven Figma-Prototypen konnten wir Einstieg, Zuordnung und Rücknavigation gemeinsam prüfen. Die Grundlage waren Produktanalyse und der iterative Austausch mit Produktverantwortlichen und Entwicklung.

05 Dashboard & Gruppen

Handlungsbedarf zeigen.
Den betroffenen Dienstleister benennen.

Eine einzelne Warnung darf nicht die gesamte Gruppe als kritisch erscheinen lassen.

Das Dashboard beantwortet, wo Aufmerksamkeit nötig ist. Hinweise nennen den betroffenen Dienstleister und den Anlass. Im Gruppenbereich stehen dagegen Zuordnungen, Untergruppen und die enthaltenen Dienstleister im Mittelpunkt.

Die Gruppendarstellung erhielt neutrale Flächen. Warnungen und Klärungsbedarf bleiben gezielt sichtbar, ohne alle Gruppenmitglieder visuell gleich zu bewerten. Aktive Dienstleister ohne Daten werden außerdem von inaktiven Dienstleistern unterschieden.

Bestehende Komponenten und vertraute Seitenmuster blieben die Basis. Die zusätzlichen Funktionen sollten als zusammenhängende Weiterentwicklung des Produkts bedienbar sein.

Aktueller TYCT-Gruppenentwurf mit neutralen Flächen, getrennten Statuskategorien und Angaben zu Monitoring und externen Quellen
Gruppenansicht, Figma-Arbeitsstand vom 11.10.2026. Die Darstellung trennt Status, Quellen und Zuordnung. Inhalte und Kennzahlen dienen der Illustration.
Status

OK, Klärungsbedarf, Warnung, ohne Angabe und inaktiv bleiben unterscheidbar.

Quelle

TYCT-Monitoring, Dokumentenservice und externe Informationen werden benannt.

Struktur

Gruppen, Untergruppen und direkt zugeordnete Dienstleister sind unterschiedliche Ebenen.

06 Design & Entwicklung

Implementierte Komponenten
an die Entwicklung übergeben.

Die Zusammenarbeit reichte von der visuellen Richtung bis zur wiederverwendbaren Komponentenbasis.

Neben Screens und Spezifikationen lieferten wir ein Storybook mit ausgearbeiteten Vue-/TypeScript-Komponenten. Darin sind Varianten, Zustände und Interaktionsverhalten dokumentiert und prüfbar.

Die Entwicklung konnte diese Komponenten in das Portal übernehmen und mit den Anwendungsdaten verbinden. Backend, Berechtigungen, Routing und die konkrete Integration blieben beim Entwicklungsteam.

Regelmäßige Abstimmungen, besonders mit dem Lead-Entwickler, verbanden unsere Designentscheidungen mit den Anforderungen der Umsetzung. Ich verantwortete die Designarbeit und Delivery auf userdoo-Seite.

Die gemeinsame Grundlage

Figma

Produktansichten, Abläufe und Gestaltung

Storybook

Wiederverwendbare Komponenten mit dokumentierten Zuständen

Portal-Entwicklung

Anbindung von Daten, Berechtigungen und Backend

Originale responsive Spezifikation eines TYCT-Unternehmensprofils mit schmalen und breiten Ansichten sowie Hinweisen zu Navigation und Inhaltsbreite
Arbeitsbeleg aus der frühen Designphase: responsive Ansichten mit Vorgaben zu Navigation und Inhaltsbreite. Ausgearbeitete Spezifikation nach der Richtungsfindung.

Beispiele aus dem gelieferten Komponentenbestand

Supplier Tile

Darstellung von Dienstleistern und ihren unterschiedlichen Informationsständen.

Status Summary

Getrennte Statuskategorien mit passenden Lade- und Darstellungszuständen.

Handlungsbedarf

Konkrete Hinweise und ein Zugang zur betroffenen Detailinformation.

Ergebnis & mein Beitrag

Wiederverwendbare UI für den Produktausbau.

TYCT konnte auf einer fertigen UI-Komponentenbasis aufbauen. Wiederkehrende Elemente mussten damit nicht für jeden Flow neu gestaltet werden. Die gemeinsam geklärten Prüfzustände gaben Produkt und Entwicklung eine einheitliche Grundlage.

01 / Abläufe

Konkrete Screen-Flows

Such-, Profil-, Nachweis- und Verwaltungsaufgaben in zusammenhängenden Entwürfen und Prototypen.

02 / Orientierung

Differenzierte Informationen

Eine Struktur, die Prüfstatus, Datenquellen, Aktualität und konkreten Handlungsbedarf unterscheidet.

03 / Umsetzung

Wiederverwendbare Komponenten

Figma-Grundlage und implementierte Storybook-Bausteine mit dokumentierten Varianten und Zuständen.

Zusammenarbeit

Christine BognerTYCT

“The team is fantastic. They address our specific needs and work with us to find the best solutions. They are also flexible, allowing us to incorporate any last-minute changes without them losing sight of the overall goal or strategy. We will continue to work together.”
Von Christine Bogner über die Zusammenarbeit mit userdoo. Originalwortlaut.