Zu Hause
Entdecken.
Suchen. Vorbereiten.
Angebote ansehen, Produkte suchen, Listen führen und den Einkauf vorbereiten.
Das Produktteam erhielt ein im Markt erprobtes Konzept für digitale Hilfe am Regal. Interviews und Prototypentests zeigten, welche Informationen Kunden brauchten und wo Einstieg, Scan und Produktvergleich noch Hürden hatten.

Die App sollte Kunden auch beim Einkauf im Markt unterstützen. Im Gespräch mit dem Produktteam entstand der Wunsch nach einem Store Mode. Welche Funktionen in dieser Situation helfen würden, musste erst konkretisiert und geprüft werden.
Als freiberuflicher Senior UX Consultant untersuchte ich die bestehende App, führte Interviews im Markt und entwickelte mit dem Produktteam von Media Markt Saturn die Grundlage für den Store Mode. Meine Verantwortung umfasste UX-Konzeption, Prototypen und detaillierte Abläufe.
Ich untersuchte die App, führte Interviews im Markt und moderierte Workshops mit dem Produktteam. Daraus entstand der Store Mode: digitale Hilfe passend zur Situation im Laden. Feedback aus dem Markt nutzte ich, um die Entwürfe weiterzuentwickeln.
Das Produktteam konnte auf einem ausgearbeiteten und erprobten Store-Mode-Konzept aufbauen. Der spätere Rollout brachte digitale Einkaufsfunktionen in den Markt; er erfolgte nach meinem Einsatz.
01 Verstehen
Ein Store Mode beginnt bei den Menschen im Markt.
Zum Einstieg überprüfte ich die bestehende App und schlug UX-Verbesserungen vor. Gleichzeitig nutzten wir die Nähe zum MediaMarkt in Ingolstadt, um mit Kunden zu sprechen und Konzepte in der Einkaufssituation zu testen.
Die Gespräche machten konkrete Bedürfnisse sichtbar: Beratung, Informationen zum Produkt und der Vergleich mit verfügbaren Alternativen. In den späteren Konzepttests war das Sortiment im Markt wichtiger als zunächst erwartet.
Die ProduktfrageWie kann die App genau dann helfen, wenn ein Kunde vor dem Produkt steht?

02 Gemeinsam schärfen
Bevor wir Funktionen festlegten, machten wir Bedürfnisse und Annahmen sichtbar.
Mit dem Produktteam arbeitete ich in Value-Proposition-Design- und Persona-Workshops. Wir verdichteten Kundenmotive zu Mini-Personas, füllten Value Proposition Canvases aus und formulierten Nutzenhypothesen.
So konnten wir Produktideen mit einer konkreten Frage verbinden: Für wen ist diese Funktion hilfreich – und welches Bedürfnis adressiert sie?


Die Mini-Personas und Hypothesen waren Arbeitsmodelle, mit denen wir Ideen diskutierten und für die weitere Prüfung konkretisierten.
03 Produktidee
Der Store Mode sollte die Experience auf den Einkauf im Markt ausrichten.
Zu Hause
Angebote ansehen, Produkte suchen, Listen führen und den Einkauf vorbereiten.
Im Markt
Produktinformationen, Bewertungen und Alternativen direkt in der Einkaufssituation nutzen.
Die Idee des digitalen Regals
Digitale Filter und Vergleiche dorthin bringen, wo die Produkte stehen.
Mein Vorschlag war ein scannbares Warenregal, das die Auswahl im Markt um digitale Möglichkeiten ergänzt. Ein Beispiel für das Konzept: Vor dem Druckerregal nach AirPrint-Unterstützung filtern und passende Geräte nach Preis sortieren.
Die späteren Unterlagen zeigen die Weiterentwicklung vom Regal- zum Produkt-Scan. Damit rückte der konkrete Artikel am Preisschild in den Mittelpunkt des Einstiegs.
04 Mit Kunden prüfen
Die Tests machten den gewünschten Nutzen und die Reibung im Ablauf sichtbar.
15 Kundeninterviews
High-Fidelity-Prototyp mit Fokus auf Regal-Scan
18 interviewte Kunden
POC-App mit Barcode-Scan am Preisschild
Explorative Vor-Ort-Tests. In Nürnberg wurden zusätzlich zwei Personen ohne Smartphone-Nutzung erfasst.
Produktinformationen und Vergleiche waren gefragt. Zugleich zeigte sich: Wenige hilfreiche Funktionen reichen nur dann, wenn Einstieg und Bedienung verständlich sind. Die Nürnberger Auswertung dokumentiert drei konkrete Probleme.

Beobachtung 01
Der Einstieg zu weiteren Artikeln derselben Kategorie fiel beim Betrachten der Produktdetails nicht ausreichend auf.

Beobachtung 02
Die Funktion war erwünscht, ihr Ablauf passte jedoch noch nicht gut in die Nutzungssituation des Store Modes.

Beobachtung 03
Es war unklar, welchen Barcode beziehungsweise Bereich des Preisschilds die Kamera erfassen sollte.
Originalansichten aus der Testauswertung. Sie zeigen den untersuchten Entwurfsstand, keine aktuelle App.
05 Ausarbeiten
Die Experience entsteht zwischen den einzelnen Screens.
Ich übersetzte die Store-Mode-Idee in Abläufe und Interaktionsdetails. Der vollständige Flow verknüpft unterschiedliche Einstiegssituationen mit Berechtigungen, Store-Home, Scan, Produktansichten und weiteren Wegen. Er macht zugleich Grenzen des ersten Scopes sichtbar.
Das folgende Detail zeigt, wie der spätere Arbeitsstand den Nutzen einführt und durch den Scan-Einstieg führt: vom Versprechen über die Marktansicht und ein Tutorial bis zur Kamera.

Das Ergebnis meiner Arbeit
Das Produktteam erhielt ein ausgearbeitetes Store-Mode-Konzept und konkrete Hinweise aus Tests im Markt. So waren sowohl der gewünschte Nutzen – Produktinformationen, Vergleich und Alternativen – als auch Hürden bei Scan und Bedienung beschrieben. Flows und Interaktionsdetails bildeten die Grundlage für die weitere Umsetzung.
Interviews, Mini-Personas und Nutzenhypothesen als Grundlage für die Produktarbeit.
Prototypen und Vor-Ort-Tests, die Bedarf und Nutzungsprobleme sichtbar machten.
Flows und Interaktionsdetails mit Einstiegen, Zuständen und Scope-Grenzen.
Der Store Mode wurde nach meinem Ausstieg ausgerollt. Dieser Case beschreibt meinen Beitrag zu Research, Konzept und Ausarbeitung bis zur Übergabe.
Was ich daraus mitnehme
Ein Service im Markt braucht
ein verständliches Produkt
und einen Platz im Alltag.
Für mich gehört zur Einführung auch, den Nutzen sichtbar zu machen und die Teams vor Ort einzubinden. Für zukünftige Projekte ist mir außerdem die enge Abstimmung mit der Entwicklung wichtig, damit das Konzept in der Umsetzung weiterlernen kann.