UX und Produktdesign für eine Sports-Trading-App

Gemeinsam mit Produktmanagement und Entwicklung machten wir aus einer frühen Idee ein konkret ausgearbeitetes Produktkonzept. Nutzerwege, UI und Designsystem klärten, wie Registrierung, Handel und Orderverwaltung funktionieren sollten, und gaben der Entwicklung eine gemeinsame Grundlage.

Meine Rolle
Principal · Projektverantwortung bei userdoo
Konzeption & Gestaltung
Tommy Haacke und Team
Zusammenarbeit
Produktmanagement & Entwicklung
TRADAR · OriginalentwürfePortfolio / Spieler / Kauf
Portfolio My Squad mit Guthaben, Spielerbestand und offenen Aufträgen, oberer Ausschnitt
Spieleransicht von Patrik Schick mit Token-Angebot und Einstieg zum Kauf, oberer Ausschnitt
Kaufvorschau mit Token-Anzahl, Preis, Gebühren und Zahlungsmittel, oberer Ausschnitt
Drei zusammenhängende Aufgaben: den Bestand überblicken, einen Spieler ansehen und einen Kauf prüfen. Ausschnitte aus den Originalentwürfen; Zahlen und Kurse sind Beispieldaten.

Produktregeln und Nutzerwege gemeinsam entwickeln

Situation

TRADAR verband Fußball, lizenzierte Spieler-Token und Handel. Es gab eine Produktidee und erste Entwürfe. Wie die Abläufe fachlich, technisch und für Nutzer funktionieren sollten, entstand erst in der gemeinsamen Produktfindung.

Tätigkeit und Verantwortung

Als Principal verantwortete ich das Projekt auf userdoo-Seite und beriet zu UX und Produktfragen. Der Design Lead lag bei einem Designer aus meinem Team. Die Ausarbeitung erfolgte gemeinsam mit Produktmanagement und Entwicklung.

Ansatz

Wir nutzten offene Produktfragen für die Abstimmung mit Product Management und Entwicklung. An konkreten Nutzerwegen klärten wir die Regeln und ihre Folgen für Screens und Fehlerfälle. Mein Team arbeitete daraus Abläufe, UI und Designsystem aus; ich begleitete die Entscheidungen als Principal.

Resultat

Produktmanagement und Entwicklung konnten die komplexe Produktidee anhand konkreter Abläufe, Zustände und Komponenten weiterentwickeln. Offene Fragen wurden bis in die Bedienung und die Umsetzungsvorgaben geklärt.

01 Produktstruktur

Die Funktionen nach
Nutzeraufgaben ordnen.

TRADAR musste sportliche Informationen und finanzielle Vorgänge zusammenbringen. Ein Spieler konnte gleichzeitig Teil des eigenen Portfolios, Gegenstand eines Kaufangebots und Teilnehmer eines laufenden Spiels sein.

Wir prüften deshalb die Zusammenhänge zwischen den Bereichen und arbeiteten an Navigation und Nutzerwegen. Die Projektunterlagen verbinden diese Strukturarbeit mit konkreten Fragen: Wo finde ich meinen Bestand? Wie komme ich zum passenden Spieler? Und was passiert mit einer noch offenen Order?

Produktregeln und Nutzerwege gemeinsam klären

Die Anforderungslandkarte enthält grundlegende Fragen: Welche Faktoren beeinflussen den Wert eines Spielers? Wie oft wird dieser aktualisiert? Wann ist Kaufen oder Verkaufen möglich? Diese offenen Punkte zeigen, dass sich die UX-Arbeit bis in die Klärung des Produktmodells erstreckte.

Für die Oberfläche bedeutete das: Ein Spielerprofil musste je nach Situation andere Informationen und Aktionen anbieten. Sportliche Informationen, eigener Bestand und ein verfügbares Angebot mussten zusammenpassen. Die Strukturarbeit und die Ausarbeitung dieser Zustände waren deshalb eng miteinander verbunden.

Frühe Strukturskizze mit Bereichen für Assets, Signings und Market, Matches und Store sowie zugeordneten Aufgaben
Arbeitsstand einer möglichen Informationsarchitektur. Die Skizze zeigt die Diskussion über die Zuordnung von Funktionen.

Bestand und offene Vorgänge

Portfolio, Guthaben und laufende Aufträge gehören in einen verständlichen Zusammenhang. „My Squad“ führt diese Informationen in einer Übersicht zusammen.

Spieler und Handelsmöglichkeiten

Die Spieleransicht verbindet sportlichen Kontext mit dem jeweiligen Angebotsstatus. Die Entwürfe berücksichtigen unter anderem laufende Angebote, ausverkaufte Token und fehlende Angebote.

02 Registrierung & Identität

Auch die Unterbrechungen
im Einstieg gestalten.

Zum Einstieg gehörten mehrere Schritte: ein Konto anlegen, persönliche Daten erfassen und die Identität über einen externen Dienst bestätigen. Die Übergänge mussten ebenso ausgearbeitet werden wie die einzelnen Formulare.

Bei der Videoidentifikation zeigt sich das besonders deutlich. Wir gestalteten die Vorbereitung, die benötigten Berechtigungen und den Umgang mit einem fehlgeschlagenen Start. Nutzer sollten jeweils erkennen können, was sie als Nächstes tun können.

Notwendige Schritte von zusätzlicher Reibung trennen

In der Analyse hinterfragte ich ausdrücklich, warum schon in der Registrierung gefragt wurde, wie jemand auf TRADAR aufmerksam geworden war. Auch die Verständlichkeit der Passwortanforderungen und eine Einführung in die wichtigsten Funktionen waren Gegenstand meiner Anmerkungen. Wir berieten damit bereits darüber, welche Informationen an welchem Punkt überhaupt gebraucht wurden.

Die Anforderungslandkarte unterschied Kontoerstellung, persönliche Daten und externe Identitätsprüfung. Bei nachgelagerten Prüfschritten fragte ich konkret nach, welche Informationen Nutzer sehen sollten und ob sie zunächst nur warten konnten. Die ausgearbeiteten Screens zeigen, wie wir solche Übergänge auf der TRADAR-Seite verständlich machten: Voraussetzungen erklären, fehlende Berechtigungen benennen und nach einem Startfehler einen erneuten Versuch anbieten.

Vorbereitung der Identifikation mit Ausweisdokument und Internetverbindung

01 · VorbereitenVoraussetzungen erklären

Vor dem Videoanruf wird sichtbar, welche Dokumente und technischen Voraussetzungen benötigt werden.

Fehlende Kamera- und Mikrofonberechtigungen mit direkten Einstiegen zu den Einstellungen

02 · BerechtigungenDen nächsten Schritt anbieten

Fehlen Kamera- oder Mikrofonzugriff, führt der Entwurf zu den Einstellungen und erklärt den Zweck der Freigabe.

Fehler beim Start der Videoidentifikation mit Schaltfläche für einen erneuten Versuch

03 · FehlerfallEinen erneuten Versuch ermöglichen

Kann die Identifikation nicht starten, zeigt die Oberfläche den Fehler und bietet einen Wiederholungsversuch an.

TRADAR-Oberflächen rund um die externe IDnow-Identifikation. Die eigentliche Oberfläche des Identifikationsdienstes ist hier nicht abgebildet.

03 Spieler & Transaktionen

Vom Spielerangebot
zur nachvollziehbaren Kaufvorschau.

Im Kaufablauf mussten Token-Anzahl, Euro-Betrag, Gebühren und Zahlungsmittel eindeutig zusammenpassen.

In der Teamanalyse war ein konkreter Widerspruch markiert: Die Oberfläche zeigte Euro-Beträge, erwartete bei der Eingabe aber eine Anzahl von Spieler-Token. Damit war schon vor dem Abschluss unklar, worauf sich die Eingabe bezog.

Die ausgearbeitete Kaufvorschau trennt diese Größen sichtbar: Token-Anzahl, Preis pro Token, Gebühr und Gesamtbetrag erhalten eigene Zeilen. Das Zahlungsmittel lässt sich vor dem Abschluss prüfen und ändern. Dokumente und Risikohinweis gehören ebenfalls zu dieser Ansicht.

Wir arbeiteten die Schritte vom Angebot über die Eingabe und Kaufvorschau bis zur Bestätigung aus. Dazu gehörten auch Grenzen und Fehlerfälle sowie die Verwaltung noch offener Aufträge. Der Zusammenhang zwischen verständlicher Eingabe und überprüfbarer Kaufentscheidung wird damit an einem konkreten Ablauf sichtbar.

Spielerangebot mit Preis pro Token, Angebotsdauer, Verfügbarkeit und bereits gekauftem Bestand

Das Angebot im Kontext zeigen

Die Spieleransicht verbindet das laufende Angebot mit Preis, Verfügbarkeit und eigenem Bestand. Matches und Biografie ergänzen den sportlichen Kontext.

Oberer Ausschnitt einer langen Spieleransicht.

Vollständige Kaufvorschau mit Betrag, Gebühren, Apple Pay, Dokumenten und abschließender Zahlungsaktion

Die Entscheidung vor dem Kauf prüfen

Die Vorschau führt Menge, Einzelpreis, Gebühren und Gesamtbetrag zusammen. Zahlungsmittel, Dokumente und Risikohinweis sind vor dem Abschluss zugänglich.

Originalentwurf mit beispielhaften Preisen und Gebühren.

04 Designsystem & Zusammenarbeit

Wiederkehrende Muster
für die weitere Ausarbeitung.

Viele Informationen tauchen an mehreren Stellen auf: Spieler, Token-Menge, Wert, Orderstatus und Aktionen. Wir arbeiteten dafür wiederkehrende Komponenten und Darstellungsmuster aus.

Die Komponentenübersicht unterscheidet beispielsweise offene, am Markt befindliche und noch in Verarbeitung befindliche Orders. Eine Live-Karte verbindet den Spieler mit Spielstatus und Rewards; Angebotsmuster stellen Preis, Menge und Summe gegenüber. Die wiederkehrenden Bausteine mussten also auch die unterschiedlichen Bedeutungen und Zustände abbilden.

Die Gestaltung wurde eng mit Produktmanagement und Entwicklung abgestimmt. Als Principal verantwortete ich das Projekt bei userdoo und begleitete die UX- und Produktentscheidungen. Der Design Lead lag bei einem Designer aus meinem Team; die Ausarbeitung erfolgte gemeinsam.

Arbeitsübersicht mit Listen- und Kartenmustern für Orders, Live-Informationen und Angebote
Originale Komponenten- und Musterübersicht für unterschiedliche Order-, Angebots- und Spielerzustände.

Den Gestaltungsumfang für das MVP eingrenzen

Im Projektboard sind drei konkrete Festlegungen dokumentiert: zuerst Darkmode, Lightmode erst nach dem MVP und die Systemschrift als typografische Grundlage. Damit war festgehalten, welche Gestaltungsvarianten zunächst ausgearbeitet werden sollten und welche später folgen konnten.

Parallel sah die Planung Komponenten, Interaktionsmuster und kompakte Spezifikationen vor. Diese gemeinsame Grundlage half, die wachsende Zahl an Abläufen als zusammenhängendes Produkt auszuarbeiten und mit der Entwicklung zu besprechen.

Die Lieferung umfasste zusammenhängende Abläufe, ausgearbeitete Screens, Komponenten und Spezifikationen. So konnte die Abstimmung mit der Entwicklung an konkreten Zuständen und Übergängen stattfinden.

Der Gesamtumfang reichte über die hier gezeigten Beispiele hinaus: unter anderem Kontoverwaltung, Sicherheit, Benachrichtigungen, Transaktionshistorie, Rewards und Store.

Verantwortung im Projekt

Mein Beitrag

Principal, Projektverantwortung, UX-Beratung und Abstimmung mit Produktmanagement und Entwicklung

Tommy Haacke und Team

Gemeinsame Ausarbeitung der Abläufe, Oberflächen, Komponenten und Zustände

Produktmanagement & Entwicklung

Enge fachliche und technische Abstimmung

Ergebnis

Produktfragen klären und die Umsetzung konkretisieren.

Produktmanagement und Entwicklung erhielten abgestimmte Nutzerwege, Screens und Spezifikationen. Offene Fragen zu Kauf, Identifikation und Orderstatus wurden damit bis in die Bedienung konkretisiert. Das Designsystem hielt wiederkehrende Komponenten und Zustände für den weiteren Ausbau bereit.

Produktstruktur

Gemeinsam entwickelte Nutzerwege

Zentrale Abläufe von der Registrierung über das Portfolio bis zu Kauf und Orderverwaltung.

Konkrete Ausarbeitung

Screens & Zustände

Oberflächen für reguläre Abläufe, fehlende Voraussetzungen und erneute Versuche.

Gemeinsame Grundlage

Komponenten & Spezifikationen

Wiederkehrende Muster für die Ausarbeitung und die Abstimmung mit der Entwicklung.